
SÜDWIND-Magazin allgemein
Auch wenn das SÜDWIND-Magazin wie schon erwähnt einen weiteren Horizont hat als die meisten anderen Medien, so ist doch anzumerken, dass noch immer sehr der traditionelle Entwicklungshilfe-Blick auf Lateinamerika und Afrika vorherrscht. Wenn man sich die Lebensbedingungen vieler Menschen in den GUS-Staaten anschaut, ist man versucht, kolumbianische Bauern in den Anden als reich zu bezeichnen.
Die Entwicklungszusammenarbeit hat darauf noch überhaupt nicht reagiert, obwohl diese Regionen nicht weniger förderungswürdig wären als die klassischen Gebiete. Dies wäre noch weniger verwunderlich, da es sich um eingefahrene Strukturen und Trampelpfade handelt, deren Änderung immer längerer Zeit bedarf.
Bedauerlich ist aber, dass offensichtlich auch beim SÜDWIND-Magazin die mentalen Weltkarten noch weisse Flecken aufweisen, und obwohl die Probleme ähnlich sind, über manche Konfliktregionen weniger berichtet wird als über andere.
Ich würde mir wünschen, dass ihr in Zukunft euren Blickwinkel erweitert und in derselben pointierten und informativen Art wie bisher auch über Konflikte im ehemals kommunistischen Osten berichtet.
Martin Eder
5400 Hallein