
Himmelblaue Blüten und kleine dunkelbraune bis schwarze oder goldfarbene Samen hat der Gemeine Lein, der auch als Flachs bekannt ist und zurecht den lateinischen Beinamen Linum usitatissimum (dt. „meist verwendeter Lein“) trägt. Die Ursprünge des Leinsamens vermuten manche in Mesopotamien oder Ägypten, andere in den Steppen Zentralasiens.
Schon vor 5.000 Jahren wurde die Pflanze kultiviert, zunächst wegen der Fasern für die Textilproduktion. Bis heute wird daraus Leinengarn gewonnen. Vor allem aber werden die Samen als Nahrungsmittel genutzt. Die im Handel erhältlichen kommen u. a. aus Argentinien, Marokko, Belgien, Indien, aber auch aus hiesigem Bio-Anbau.
Leinsamen haben einen nussigen Geschmack und verfeinern Backwaren und Müsli. Das Öl, das daraus gewonnen wird, weist eine der höchsten Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren auf und ist dementsprechend gesund. Eingeweicht oder geschrotet können Leinsamen als „Verdauungshilfe“ eingesetzt werden. Wer ein paar Teelöffel in Wasser aufkocht und den dabei entstandenen Schleim abseiht, kann diesen als wirkungsvolles Locken-Gel nutzen. Sogar proteinreiche und kohlenhydratarme Wraps lassen sich aus einer Mischung aus Leinsamenmehl und Wasser in der Pfanne zubereiten. Plus: Aus den Samen gezogene Sprossen würzen jeden Salat. cs