Wenn man schon über die ÖEZA berichtet oder sich gedrängt fühlt, wieder einmal berichten zu müssen, dann möglichst unengagiert und mit minderer Qualität. Der Bericht über die bislang inhaltlich wie finanziell aufwändigste Evaluierung, die die ÖEZA je durchgeführt hat, enthielt ein paar unzusammenhängende, zumeist technische Fakten. Die entwicklungspolitischen Hauptfragen der Evaluierung, wie sich das Leben der Menschen durch das Vorhandensein von elektrischem Strom verändert hat und welche Entwicklungsimpulse für die beiden Regionen davon ausgegangen sind, blieben gänzlich unerwähnt. Auch der Umstand, dass sich anhand dieser Evaluierung die Entwicklungsgeschichte der ÖEZA nachzeichnen ließe, blieb unbemerkt.
Evaluierung von Entwicklungsprojekten ist kein Selbstzweck und geschieht unter anderem auch, um die Öffentlichkeit über die Verwendung der eingesetzten Steuermittel, über Erfolge und Misserfolge zu informieren und die Lernkultur unter allen Beteiligten zu fördern. Der SÜDWIND hat den ihm möglichen Beitrag dazu nicht geleistet.
Margit Scherb
Konsulentin, BMAA,
Abteilung Kontrolle und Evaluierung
1010 Wien