
Das MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst in Wien zeigt ab Dezember die Schau handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt.
„Thematisch sind wir mit dieser Ausstellung absolut auf dem Zenit“, sagt Tina Zickler. „Handwerk ist total angesagt.“ Sie hat als Gastkuratorin die neueste Ausstellung im MAK, handWERK. Tradiertes Können in der digitalen Welt, konzipiert. Die Menschen hätten eine tiefe Sehnsucht nach Haptik. Zickler: „Je digitaler unsere Welt, desto analoger unsere Träume.“
Handwerk verbinde Achtsamkeit, Intelligenz und Nachhaltigkeit. Da, so Zickler, treffe sie sich inhaltlich mit Richard Sennett. Der prominente Soziologe, dessen Buch „The Craftsman“ wichtige Impulse für die Ausstellung gegeben hat, hielt bereits im Oktober eine Art Einleitungsrede zur Ausstellung im MAK.
Die Schau zeigt 420 Objekte aus 18 europäischen Ländern. 150 der Objekte stammen aus der „Schatzkiste“ MAK. Das Riesenthema Handwerk hat Zickler geographisch auf Europa und auf Objekte mit Anspruch auf Exzellenz eingegrenzt. „Ich will eine bestimmte Qualität zeigen.“ Dabei lehnt die Kuratorin eine Romantisierung in Richtung gute alte Zeit ab. „Das Handwerk hat sich immer verändert und es war immer gezwungen abzuschätzen, was möglich ist und wie es weiter geht.“
Insbesondere was Nachhaltigkeit und die Frage der Produktbiographien betrifft, sieht Zickler Handwerk auch als sehr politisches Thema.
Im Rahmen der Ausstellung werden eingeladene HandwerkerInnen ihr Können vorführen. ki
Ausstellung vom 14. 12. 2016 bis 9. 4. 2017