
Juden dürfen sich selbst so nennen: Die Geschichte der Jewish Monkeys beginnt in den 1970er Jahren, als sich Ronni Boiko und Jossi Reich kennenlernen, damals zwei Sänger im Knabenchor der Frankfurter Synagoge und seitdem lebenslange Busenfreunde. Das behaupten sie zumindest. Denn gemäß ihrem Motto: „Whatever people say they are, that’s what they’re not“ erfinden sie über sich unzählige Geschichten.
Die Jewish Monkeys verarschen sich und ihr kulturelles Umfeld recht exzessiv und achten peinlich darauf, ja nicht als politisch korrekt wahrgenommen zu werden. Natürlich ist das alles nichts weiter als ein Schmäh.
Die Band aus Tel Aviv präsentiert jedenfalls ein unterhaltsames Album, auf dem sich Pop und jüdische Folklore mit Balkan à la Shantel verbinden und sich sonst allerlei intelligenter Unsinn verbreitet.
Besonders gemein ist die Adaption von Les Pauls 1950er Jahre Hit, hier als „Johnny is the Goy for me“ zu vernehmen. Ihr Vorschlag zur Deeskalation: „Make peace in the Middle East with the Jewish Monkeys, Harry Belafonte’s ‚Banana Boat‘ and a bit of Hava Nagila!
Jewish Monkeys
Mania Regressia
Greedy for Best Music