Der
Regisseur Jia Zhang-ke ist bei uns noch so gut wie unbekannt. Sein junges Werk spiegelt die einschneidenden
ökonomischen und politischen Veränderungen in China wider. Und zwar mit einem kritischen Blick, der ihm immer wieder behördliche Schikanen bis hin zum Aufführungsverbot einbrachte.
In seinem neuesten Film beschäftigt sich der Filmemacher mit dem berüchtigten
Drei-Schluchten-Staudamm am Jangtse-Fluss und den tragischen Folgen des gigantischen Projekts für die BewohnerInnen der Region. Über eine Million Menschen wurden umgesiedelt, hunderte Dörfer überflutet.
Jia Zhang-ke kleidet diese Realität in ein bewegendes, künstlerisch hervorragend gestaltetes Plädoyer für den vom Fortschritt vergessenen und verlassenen Menschen.
Ende September Filmstart in Wien im Stadtkino (
www.stadtkino.at).