
Ursprünglich stammt die Monstera Deliciosa, eine Liane mit großen Blättern, aus den Urwäldern Mittel- und Südamerikas. Verwilderte Pflanzen fühlen sich mittlerweile auch in Teilen Nordamerikas, Asiens, Australiens und im westlichen Mittelmeerraum heimisch. Als Zimmerpflanze ist sie in kälteren Regionen wie bei uns schon seit Mitte des 19. Jh. zu Hause und beliebt.
Weniger bekannt ist, dass die Monstera Deliciosa, das sogenannte Köstliche Fensterblatt, essbare Früchte hervorbringen kann. Vor dem Genuss ist allerdings vor allem Geduld und Vorsicht gefragt: Ab dem Alter von zehn Jahren kann die Monstera im Laufe von zehn Monaten aus den Blüten kolbenförmige Früchte von bis zu 20 cm Länge bilden. Unter einer Schale aus grünen Plättchen befindet sich weißes Fruchtfleisch. Der Name „Ananasbanane“, unter dem die Früchte z. B. in Madeira verkauft werden, lässt auf den Geschmack schließen. Bevor man reinbeißt, sollte man sichergehen, dass das Fruchtfleisch auch so duftet und sich weiß-gelblich verfärbt hat. Die Schale sollte sich von selber lösen. Im unreifen Zustand ist die Frucht nicht nur hart und sauer, sondern wegen ihres hohen Gehaltes an Oxalsäure unverträglich. Alle anderen Teile der Pflanze sind giftig.