Postkolonialismus, Bürgerrechtsbewegung und Jazz verweben sich in „Soundtrack to a Coup d’État“ zu einem sorgfältig recherchierten Stück Zeitgeschichte. Im Moment scheint es, als hätten allein die Superreichen das Sagen in der Welt. Doch immer wieder gibt es Momente, die uns daran erinnern, dass auch die Stimmen der Unterdrückten Gewicht haben. Ein solcher Moment war die Wahl von Patrice Lumumba, dem ersten Premierminister des unabhängigen Kongo im Jahr 1960, die ein weltweites politisches Erdbeben auslöste. Aufbruch lag in der Luft. Die Machtverhältnisse gerieten ins Wanken. Die Zukunft schien offen wie lange nicht mehr. Man sprach sogar von einem „afrikanischen Jahrzehnt“. Allein ...