
Es ist ein kleiner immergrüner Strauch, ursprünglich aus Westafrika, der den botanischen Namen Synsepalum dulcificum trägt, auf Deutsch Wunder- oder auch Miraculinbeere.
Genau dieses Miraculin der hagebuttenähnlichen Beere ist ein Protein, das bittere und saure Lebensmittel auf unserer Zunge bis zu zwei Stunde nach der Einnahme süß schmecken lässt. Heiße Speisen oder Getränke heben dessen Wirkung auf, weil es hitzeempfindlich ist.
In den USA und Europa ist die Wunderbeere seit den 1970er Jahren bekannt, in der EU ist sie erst seit 2021 als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Für kommerzielle Zwecke wird sie mittlerweile hauptsächlich in China, Taiwan, den USA und Lateinamerika angebaut.
Im Internet kann man das kleine Wunder in Tablettenform oder gefriergetrocknet bestellen – oder man kauft gleich Samen oder die Pflanze selbst. Allerdings dauert es einige Jahre bis sie Beeren trägt, die einem dann dieses außergewöhnliche Geschmackserlebnis bescheren.
Gesundheitlich sollte der Verzehr in Maßen jedenfalls unbedenklich sein. Nur viel mehr Saures als gewöhnlich verträglich sollte man nicht essen, denn das kann Magenprobleme verursachen.