Eine große Angst plagt die Nachbarländer des Irak nach dem militärischen Sieg der „Koalitionskräfte“. Sie befürchten, dass die USA den mit ihnen verbündeten Kurden im Nordirak eine weitgehende Autonomie oder überhaupt die Bildung eines eigenen Staates zugestehen könnten.
Das ca. 20 Millionen Menschen umfassende Volk lebt heute aufgeteilt auf die Türkei, Irak, Iran und Syrien, wo es Opfer von Repression und Zwangsumsiedelungen war und ist. Die Nachbarländer des Irak befürchten, dass eine Eigenstaatlichkeit der Kurden im nördlichen Irak die nationalen Aspirationen der eigenen Kurden anheizen könnten.