Nach sieben Jahrzehnten Diskussion über Frauenquoten wurde in Indien ein entsprechendes Gesetz verabschiedet – ein Schritt zu mehr Frauen in der Politik. Ausgerechnet unter der Regierung des rechtsgerichteten Premierministers und Hindu-Nationalisten Narendra Modi wurde eine parlamentarische Frauenquote verabschiedet. Dadurch soll ein Drittel der Sitze im nationalen Parlament sowie in jenen der Bundesstaaten an weibliche Abgeordnete gehen. Modi selbst, der gerade zwei Frauen auf den 28 Kabinettsposten hat, bezeichnete diesen Schritt zumindest als „entscheidenden Moment auf der demokratischen Reise unserer Nation“. Das Ziel scheint aber noch weit entfernt. Derzeit sind 104 von 788 Abgeordneten im nationalen Parlament weiblich. Auch in den ...