
Von Simone Schlindwein
Argentinien
Knapp ein Jahr nach dem Regierungswechsel von linksperonistisch zu liberal-konservativ hat sich die soziale Lage im Land verschärft. Präsident Mauricio Macri hatte im Wahlkampf „Mehr Jobs, null Armut“ versprochen. Nun liegt die Armutsrate laut dem nationalen Statistikamt in vielen Provinzen bei mehr als 30 Prozent, die Inflation in der zweitgrößten Volkswirtschaft Südamerikas soll bis Jahresende auf 40 Prozent steigen. An Grenzübergängen zu Chile bilden sich an den Wochenenden kilometerlange Staus, weil ArgentinierInnen dort billiger einkaufen.
Eine Delegation des Internationalen Währungsfonds besuchte Argentinien kürzlich das erste Mal seit zehn Jahren und lobte Macris marktfreundliche Wirtschaftspolitik.