In der letzten Ausgabe des SÜDWIND haben wir mit vorerst großem Interesse den Schwerpunkt „Der globale Durstlöscher Bier“ gelesen. Auf der Suche nach den Hintergründen der gegenwärtigen Bierproduktion haben wir festgestellt, dass in Ihrem „Thema“ die weltweite Produktion lediglich die industrielle aufzeigt und damit die Tatsache unter den Tisch fallen lässt, dass vor allem in den Ländern des Südens alltäglich die überwiegende Menge von Bier von Frauen gebraut wird. Damit stellen Sie auch deren Kompetenzen zurück, die mit den vielfältigen Gärungstechniken verbunden sind. Damit geht es im Verdrängungsprozess von lokalen Bierbrauereien durch industrielle nicht nur um „Produktsubstitution“, sondern auch um den Verlust einer wichtigen ökonomischen Basis (und damit gesellschaftlicher Stellung) von Frauen, die dieses Handwerk ausüben.
In diesem Zusammenhang möchten wir auf die kürzlich von WIDE-Österreich publizierte Broschüre „Bierbrauen ist Frauensache – ein Beispiel für uralte Biotechnologien in den Händen von Frauen“ hinweisen.
AG Frauen und Biodiversität,
Plattform WIDE Österreich
1090 Wien