
Von Simone Schlindwein
Welt/Tansania
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind weltweit 200 Millionen Frauen genitalverstümmelt. Die Häufigkeit sinkt in den meisten Staaten in Folge von Strafbarkeit und Aufklärungskampagnen. Um etwas anderes geht es bei der Arbeit zum Thema männliche Beschneidung (Circumcision): Sie wird in Subsahara-Afrika in HIV-Aufklärungskampagnen propagiert, weil sie erwiesenermaßen dazu beiträgt, die HIV-Infektionsraten zu senken. Eine maßgebliche Rolle für die Einstellung der Bevölkerung zur Circumcision spielen religiöse Führer. In Tansania etwa könnte ihre aktive Einbindung in Kampagnen etwa 200.000 Neuinfektionen verhindern, ergab eine Studie, die kürzlich im britischen Medizinjournal The Lancet veröffentlicht wurde.