
Mitte Jänner 2021 wurden die ersten Geflüchteten gegen Covid-19 geimpft. Wo? In Österreich? Mitnichten, hier drängen sich Bürgermeister in Alten- und Pflegeheimen vor, um schneller die Freiheit versprechende Vakzine zu erhalten.
Zeitgleich in Jordanien – einem Land mit einer Bevölkerung von knapp über zehn Millionen und
einem der Staaten mit dem höchsten Anteil Geflüchteter gemessen an der Einwohner*innenzahl: Raia Alkabasi aus dem Irak erhielt als erster der offiziell registrierten Flüchtlinge seine Covid-19-Impfung, berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR.
Die Vereinten Nationen lobbyieren im Rahmen der von der WHO gegründeten Impfinitiative COVAX für den Zugang von Geflüchteten zu Impfstoff, unabhängig von ihrem Status im jeweiligen Land.
Richtig und wichtig. Denn von den weltweit über 80 Millionen Menschen auf der Flucht leben 85 Prozent in Entwicklungsländern. Wie in punkto Klimakrise auch, kann die Bewältigung der Coronakrise nur durch einen globalen solidarischen Kraftakt von allen gemeinsam erreicht werden.