Auslandsberichterstattung: Neue Studie rüttelt auf

Von Richard Solder · · 2022/Mai-Jun

Deutsche Medien berichten über immer weniger Länder. Es gibt Handlungsbedarf, auch hierzulande.

Anfang dieses Jahres veröffentlichte die deutsche Otto-Brenner-Stiftung die Studie „Das Verblassen der Welt“. Analysiert wurde dabei über einen Zeitraum von zehn Jahren, wie oft 190 Staaten oder Regionen in 23 führenden überregionalen und regionalen Zeitungen vorkamen. Während über acht Länder – v.a. USA, europäische Länder, Russland, China – ganze 100.000 Mal berichtet wurde, wurden 34 weniger als 50 Mal erwähnt.

Die Gründe: allen voran Sparmaßnahmen und dadurch weniger Aufträge für Korrespondent*innen, weniger Platz in Ausgaben bzw. Sendungen etc.

Auch in Österreich wird seit Jahren eine ähnliche Entwicklung kritisiert. Die Informationsstelle für Journalismus & Entwicklungspolitik, z. B., ist diesbezüglich aktiv.

Der Autor der deutschen Studie, Marc Engelhardt, empfiehlt die Stärkung der Korrespondent*innen-Netzwerke, mehr Engagement Deutschlands bei Verstößen gegen die Pressefreiheit sowie politischer Wille zur öffentlichen Förderung der Auslandsberichterstattung (vgl. dazu auch das „Vorab“ in dieser Ausgabe!).

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