Mitte Oktober veröffentlichte der europäische Dachverband der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen
CONCORD den Bericht
„Spotlight on Policy Coherence“. Besorgnis wird darin gegenüber dem Vorschlag der Europäischen Kommission geäußert,
Politikkohärenz für Entwicklung neu zu definieren.
Die EU diskutiert die
Einrechnung von nicht-staatlichen Geldflüssen in die Entwicklungszusammenarbeit der Union („ODA plus“), d. h. Geldflüsse von Nord nach Süd wie Exportkredite, Rücküberweisungen von MigrantInnen und Direktinvestitionen fetten die ODA-Zahlen auf. Rechnet man jedoch auch die
Finanzflüsse von Süd nach Nord ein, schaut die Bilanz anders aus: Durch Gewinntransfers von Unternehmen, Kredittilgungen und illegitimen Geldflüssen erhält der Norden netto Geld aus dem Süden, nicht umgekehrt.
Im Web:
www.globaleverantwortung.at