Studien zur Vermögensverteilung im Globalen Süden basieren oft auf Schätzungen und Interpretationen nach europäischen Standards. Der chilenische Wissenschaftler Rafael Carranza Navarrete dazu im Gespräch mit dem Südwind-Magazin. Es gebe „Bestrebungen, Vermögen und Ungleichverteilung in Lateinamerika besser zu untersuchen und die Initiative dafür kommt vor allem von Forscher:innen aus der Region“, sagt Rafael Carranza Navarrete. Der gebürtige Chilene arbeitet am Projekt „Latin American and Caribbean Inequality Review“ (LACIR) mit, das von der London School of Economics gemeinsam mit Partner:innenorganisationen betreut wird. Darin werden Forschung und Forschende aus der Region Lateinamerika und der Karibik zusammengebracht. „Das Projekt hat das Problem der fehlenden ...