Putsch um Putsch: Warum die jüngsten Militärcoups in Westafrika auf Unterstützung im Volk stoßen. Eine Analyse. In der Nacht zum 27. September war es wieder einmal so weit. Aufgeregte Jugendliche füllten zentrale Straßen und Plätze in Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou. Sie riefen Parolen zur Unterstützung des Militärmachthabers Ibrahim Traoré und errichteten Straßensperren gegen einen möglichen erneuten Putschversuch. Am Ende geschah nichts, aber die mobilisierte Jugend hatte das Gefühl, wieder einmal die Geschicke ihres Landes in den Händen zu halten. Eine Kette von militärischen Umstürzen hat in den vergangenen Jahren das frankophone Westafrika erschüttert. Es wurde eine gewählte zivile Regierung nach ...