Der Parti de l’Unité et du Progrès (PUP) von Präsident Lansana Conté, die Regierungspartei Guineas, hat bei den Wahlen Ende Juni erwartungsgemäß haushoch gewonnen und verfügt nun über 85 der insgesamt 114 Sitze im Parlament. Die Opposition spricht von Betrügereien.
Siradiou Diallo, der Chef der Union pour le Progrès et le Renouveau (UPR), bezweifelte die Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses. So sei es seltsam, dass die Regierungspartei selbst im zentralen Hochland den Sieg davongetragen habe, obwohl dort vor allem AnhängerInnen der UPR leben. Eigentlich hätten die Wahlen schon vor zwei Jahren stattfinden müssen, doch ordnete Präsident Conté immer wieder eine Verschiebung an.