Im Februar hat die kolumbianische Regierung unerwartet einen neuen Kurs in ihrer Asylpolitik eingeschlagen: Rund eine Million geflüchtete Venezolaner*innen können für zehn Jahre offiziell im Land bleiben. Eltern sitzen mit ihren erschöpften Kindern am Straßenrand. Bei sich haben sie nur Rucksäcke, Wasser und die Kleidung, die sie tragen. Die Bilder von Venezolaner*innen, die sich zu Fuß auf den Weg in ein neues Leben machen, sind zu einem gewohnten Bild auf den Straßen der kolumbianischen Grenzregion geworden. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben seit 2015 bis zu fünf Millionen Menschen ihr Land verlassen. Sie versuchen den katastrophalen Lebensbedingungen und der Perspektivlosigkeit ...