Als Cesaria Evora 44-jährig und nach zehnjähriger Bühnenabsenz erstmals in Europa sang, sorgte einzig der Umstand für Schlagzeilen, dass sie ohne Schuhe, dafür aber mit einem Cognacglas in der Hand auf der Bühne stand. Das war 1985. Den internationalen Durchbruch brachte erst ihr viertes Album „Miss Perfumado“, das 1992 erschien. Heute gilt die „barfüssige Diva“, die nach wie vor unbeschuht aufzutreten pflegt, vielen als eine der großen Stimmen der Weltmusik und ihren Fans als die Stimme Kap Verdes. Cesaria Evora singt die Morna, jene kapverdische Liedform, die dem portugiesischen Fado nicht unähnlich ist und in der „tristeza“ und „saudade“, Trauer und Wehmut, zu den Schlüsselwörtern zählen. Und sie tut dies mit einer stimmlichen Ausdruckskraft, die KritikerInnen zu euphorischen Lobeshymnen hinreißt und seit Jahren für ausverkaufte Konzertsäle sorgt.
Am 8. 11. im Wiener Konzerthaus. Vorverkaufskarten gibt es in allen Filialen der Bank Austria, bei Libro und an der Konzerthaus-Abendkassa (Tel. 01/712 12 11).